Verkehrsunfall
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Wo kommt es auf den Restwert an?

Beim wirtschaftlichen Totalschaden hat der Geschädigte Anspruch auf Ersatz des sogenannten Wiederbeschaffungsaufwands. Das ist der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs abzüglich des Restwerts des beschädigten Fahrzeugs.

Beispiel: Wirtschaftlicher Totalschaden

Reparaturkosten = 5.000 €

Wiederbeschaffungswert = 4.000 €

Restwert = 500 €

Wiederbeschaffungsaufwand:

Wiederbeschaffungswert 4.000 €

abzüglich Restwert 500 €

3.500 €

Der Wiederbeschaffungsaufwand beträgt 3.500 Euro und ist damit geringer als die veranschlagten Reparaturkosten. Es liegt also ein wirtschaftlicher Totalschaden vor.

 

Die Höhe des Restwerts ist ein häufiger Streitpunkt zwischen Geschädigten und Versicherern. Denn je höher der Restwert des beschädigten Fahrzeugs ist, desto weniger muss die gegnerische Versicherung zahlen.

Meistens läuft das folgendermaßen:

1. Der Kfz.-Sachverständige Ihres Vertrauens ermittelt einen Restwert von 500 €, indem er drei Restwertangebote regionaler Anbieter einholt. Zu diesem Zwecke wird er nicht in dubiosen Internetbörsen recherchieren, ob irgendwo in Badisch Sibirien ein Schrotthändler sitzt, der für Ihr Fahrzeug 250 € mehr bietet. Hierzu ist er auch nicht verpflichtet.

2. Die gegnerische Versicherung macht aber genau das: sie recherchiert in dubiosen Internetbörsen und schickt Ihnen das Angebot mehrerer Schrotthändler aus Badisch Sibirien, die 750 € für Ihr beschädigtes Fahrzeug bieten. Weiter wird behauptet, Sie seien verpflichtet, eines dieser Angebot anzunehmen.

3. Noch während Sie überlegen, ob Sie das tatsächlich müssen, erreicht Sie die Schadenabrechnung des Versicherers. Darin ist das höchste Restwertgebot aus Badisch Sibirien vom Wiederbeschaffungswert abgezogen:

Wiederbeschaffungsaufwand:

Wiederbeschaffungswert 4.000 €

abzüglich Restwert 750 €

3.250 €

Die gegnerische Versicherung zahlt Ihnen also entsprechend (250 €) weniger, nämlich nur 3.250 €.

 

Was kann ich tun?

• Sie sind nicht verpflichtet, auf ein Restwertangebot der gegnerischen Versicherung zu warten.

• Wenn Sie Ihr Fahrzeug zu dem von Ihrem Sachverständigen ermitteln Restwert verkauft haben, bevor das Angebot der gegnerischen Versicherung bei Ihnen eingeht, können Sie sich entspannt zurücklehnen. Das (zu späte) Angebot ist unbeachtlich.

• Oftmals äußert bereits Ihre Reparaturwerkstatt Interesse am beschädigten Fahrzeug.

• Wenn Sie Ihr beschädigtes Fahrzeug gar nicht verkaufen wollen, weil es immer noch verkehrssicher ist und Sie die paar Beulen nicht stören, kommt es auf den Restwert überhaupt nicht an. Die Versicherung kann der Restwert vom Wiederbeschaffungswert nicht abziehen.

• Das gleiche gilt, wenn Sie ihr beschädigtes Fahrzeug nicht verkaufen, sondern in Eigenregie selbst oder mit der Hilfe von sachkundigen Freunden reparieren wollen. Auch dann ist der Restwert unbeachtlich.

Achtung: Sie müssen in diesen beiden Fällen Ihr Fahrzeug mindestens 6 Monate weiterfahren. Erst danach dürfen Sie es verkaufen, repariert oder unrepariert.

 

Muss ich anderenfalls das höhere Restwertangebot akzeptieren?

Nach der Rechtsprechung kommt es grundsätzlich auf den örtlichen Markt an. Danach ist der Restwert eines Unfallfahrzeugs der Betrag, den der Geschädigte im Rahmen der Ersatzbeschaffung bei einem seriösem Gebrauchtwagenhändler ohne weitere Anstrengung auf dem für ihn zugänglichen örtlichen Bereich oder bei dem Kraftfahrzeughändler seines Vertrauens bei Inzahlunggabe des beschädigten Fahrzeugs, also auf dem sogenannten „allgemeinen Markt“ noch erzielen könnte.

Bietet Ihnen der Versicherer nun an, dass der Schrotthändler aus Badisch Sibirien bei Ihnen vorbeikommt und das Fahrzeug abholt, lassen Sie ihn kommen. Wenn der Schrotthändler tatsächlich anreist und den angebotenen Restwert zahlt, ist das unter Strich nicht Ihr Problem.

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