Europäisches Nachlasszeugnis
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Was ist das Europäische Nachlasszeugnis?

2015 wurde das Europäische Nachlasszeugnis eingeführt. Die Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses ist für alle Erbfälle ab dem 17.08.2015 ist zulässig, um die Stellung als Erbe oder Testamentsvollstrecker im Ausland nachzuweisen. Es ist zur Verwendung durch Personen bestimmt, die sich in einem anderen Mitgliedstaat auf ihre Rechtsstellung berufen oder ihre Rechte ausüben wollen.

Das Europäische Nachlasszeugnis ersetzt nicht den deutschen Erbschein, sondern tritt neben diesen. Der Nachweis der Erbfolge kann bei grenzüberschreitenden Erbfällen also entweder durch einen Erbschein oder ein Europäisches Nachlasszeugnis geführt werden.

 

Welche Vorteile hat das Europäische Nachlasszeugnis?

Das Europäische Nachlasszeugnis ermöglicht die Abwicklung des Nachlasses nahezu in der gesamten Europäischen Union ohne ein weiteres Verfahren. Es stellt einen ausreichenden Legitimationsnachweis für die Umschreibung oder für die Eintragung des Erwerbs von Todes wegen in die öffentlichen Register (Grundbuch, Handelsregister) der Mitgliedstaaten dar.

 

Wo erhalte ich das Europäische Nachlasszeugnis?

International zuständig für die Ausstellung ist derjenige Mitgliedstaat, dessen Gerichte nach der EuErbVO für die Erbsache zuständig sind. Damit dürften regelmäßig die Ausstellungsbehörden desjenigen Mitgliedstaates berufen sein, in dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte.

In Deutschland liegt die sachliche Zuständigkeit bei dem Amtsgericht als Nachlassgericht.

Örtlich ist das Nachlassgericht am letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers zuständig, ersatzweise das Gericht am letzten gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland, wiederum ersatzweise das AG Berlin-Schöneberg.

Das Europäische Nachlasszeugnis hat ein Haltbarkeitsdatum und gilt lediglich für die Dauer von sechs Monate. Darin liegt ein entscheidender Unterschied zum deutschen Erbschein, der zeitlich unbegrenzt gilt.

Das Europäische Nachlasszeugnis wird ausschließlich auf Antrag erteilt. Ein Anwaltszwang besteht dabei nicht.

Zum Kreis der antragsberechtigten Personen zählen die Erben, Vermächtnisnehmer, Testamentsvollstrecker und Nachlassverwalter.

Für die Beantragung des Europäischen Nachlasszeugnisses muss ein amtliches Formblatt verwendet werden, das auf der Homepage des Europäischen Justizportals abrufbar ist.

Das Europäische Justizportal wird bald die Möglichkeit eröffnen, die Formblätter online auszufüllen.

Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich beteiligen sich nicht an der Verordnung. Grenzübergreifende Nachlassverfahren, die von den Behörden dieser drei Mitgliedstaaten bearbeitet werden, unterliegen infolgedessen ausschließlich dem Recht des betreffenden Mitgliedstaats.

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